Interview mit Patrizia Löffel, Worben ![]() |
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Wie hast du vom Swiss International Sports & Education Center erfahren? Ein Kollege hat den Kurzbericht im „20Minuten“ gelesen und mir davon erzählt. Mir gefiel die Idee, Schule und Sport kombinieren zu können, sehr gut. Hast Du Dich schon vorher mit der Idee befasst, einen Sprachaufenthalt zu absolvieren? Ich hab mit dem Gedanken gespielt, für eine Weile ins Welschland zu gehen – nach Kanada zu reisen und Englisch zu lernen war bis dahin noch kein Thema. Bis ich dann von den Angeboten des SISEC gehört habe, das hat mich sofort überzeugt. Wie war Dein erster Eindruck von „Land & Leuten“ hier? Sehr positiv überrascht war ich von der Stadt. Obwohl Calgary nahezu eine Million Einwohner hat, wirkt sie eher klein und übersichtlich. Es hat sehr viele Parks und Bäume und scheint überhaupt nicht überbaut zu sein. Die Leute sind mir bis jetzt als sehr hilfsbereit begegnet. Wenn ich zum Beispiel in einem Laden Fragen habe oder nach dem Weg fragen muss, nehmen sich die Kanadier Zeit und sind sehr geduldig. War das SISEC Dir eine grosse Hilfe beim Eingewöhnen an Deine neue Umgebung? Ich muss sagen, dass ich mich nach meiner Ankunft schon ein bisschen fremd gefühlt habe, so ganz ohne Freunde und Familie und inmitten einem anderen Sprachgebiet, aber dank der Schweizer Betreuung durch das SISEC und der Tatsache, dass ich sofort sehr familiär aufgenommen und in viele Events mit einbezogen wurde, half mir sehr. Ich hab mich bis jetzt nie alleine gefühlt. Jeweils vier SISEC-Studenten teilen sich ein Einfamilienhaus. Findest Du die Idee in einem Haus untergebracht zu sein besser, als das Wohnen bei einer Familie? Das kann ich nicht so genau beurteilen, da ich bis jetzt nur zwei Wochen in Paris bei einer Familie gewohnt habe. Ich höre aber von Mitschülern, die bereits die Familie wechseln mussten, weil es zwischenmenschlich nicht geklappt hat. In dem SISEC-Haus fühle ich mich sehr zu Hause. Ich habe mein eigenes Zimmer und kann mich im ganzen Haus frei bewegen. Nur ans Kochen muss ich mich noch gewöhnen (sie grinst). Wie gefällt Dir die FOCUS International Language School? Die Lehrer sind alle sehr nett und es herrscht eine gute Stimmung. Es ist auch nicht „typisch Schule“, die Sprache wird uns in aktiven und kreativen Lektionen vermittelt und das Lernen macht Spass. Es ist auch toll, andere Kulturen kennen zu lernen. Ich habe zum Beispiel MitschülerInnen aus Japan, Korea und Russland in meiner Klasse. Auch die wöchentlichen Events der Schule finde ich toll. Das gibt uns die Chance, MitschülerInnen auch Privat näher kennen zu lernen und gleichzeitig gemeinsam die Stadt und deren Umgebung zu erkunden. Du hast dich bei der SISEC für Eishockey eingeschrieben. Was für Erfahrungen hast Du bis jetzt gemacht? In der Schweiz spielte ich nur ein paar Mal in Plauschmannschaften, also mussten wir hier zuerst ein Team finden, in das ich reinpasse. Fred hat sich da wirklich reingekniet und alles getan, das Richtige zu finden. Die Motivation seinerseits ist unglaublich. Ich spiele nun regelmässig im „Womens Shinny Hockey“ und es gefällt mir wirklich sehr gut – obwohl alles viel einfacher aussieht als es ist. Was ist Dein bisher positivstes Erlebnis, seit Du hier bist? (sie lacht) ... dass das Team Canada den World-Cup gegen Finnland gewonnen hat! Bevor ich die Reise angetreten habe, habe ich mir natürlich negative wie positive Gedanken gemacht, wie es wohl sein wird. Bisher haben sich alle positiven Sachen durchgesetzt! Es gefällt mir total gut hier und ich fühle mich wohl. Gibt es etwas, das Dir nicht gefällt? Als riesen Hockey-Fan habe ich mich so sehr auf den Beginn der NHL Saison gefreut und nun wird diese nicht gestartet. Das ist schon ein bisschen frustrierend. Aber sonst habe ich bisher nichts negatives erlebt... nur die Schweizer Küche vermisse ich ein wenig. Obwohl sehr viele gewohnte Produkte hier auch erhältlich sind, sie schmecken einfach anders. Aber daran gewöhne ich mich mit Sicherheit. Andererseits gibt es auch Sachen hier, die ich dann wohl in der Schweiz vermissen werde. |
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